Mein persönlicher Geburtsbericht – 01.05.2017

Geburtsbericht

Nicole und ich lernten uns vor ca. 4 Jahren im Internet kennen und verstehen uns seitdem super. Wir sehen die Dinge, in Bezug auf Kinder ähnlich, und ich denke wir werden ein super Team hier auf LiNiChri. Ab heute könnt Ihr jeden Monat (immer am 1.) einen neuen Beitrag von mir lesen. Bunt gemischt rund ums Thema Kinder, oder was mir sonst noch so einfällt :-).

Erstmal ein herzliches Hallo an alle Leser 🙂

Wer bin ich? 🙂

Ich heiße Sarah und bin 27 Jahre alt.
Mein Sohn wird im August 4 Jahre alt.
Wir leben zusammen mit meinem Partner,
dem Vater von unserem süßen Spatz, in Baden-Württemberg.

Ich freue mich sehr,

Mein persönlicher Geburtsbericht

Nach einer recht unkomplizierten Schwangerschaft, ging ich in der 34. Schwangerschaftswoche ins Krankenhaus, um mich schon einmal vorab für die Geburt anzumelden und die Räumlichkeiten genauer zu betrachten. Alles war super aufregend, was wohl auch mein Sohn spürte, denn es fühlte sich an, als mache er Freudentänze in meinem Bauch 😀

Nach dem Rundgang und vielen Informationen, folgte noch ein Ctg welches unauffällig war und eine Ultraschalluntersuchung. Als ich mich in der Kabine umzog, fielen der Ärztin meine dicken Füße auf. Sie fragte mich, seit wann ich dies denn habe. Meine Füße, Beine,Hände, ja selbst mein Gesicht hatten viel Wasser, was ich aber als „Nebenwirkung“ der Schwangerschaft und des wirklich heißen Sommers sah.

Die Ärztin sah dies anders und sagte „Wir müssen Sie stationär hier behalten“ 😮 zack, Schock!

Sie ordnete eine 24-Stunden Urinprobe an um den Eiweißgehalt zu überprüfen. Das heißt, ich musste jedes mal, wenn ich auf Toilette war, alles auffangen und in einem Behälter sammeln. Zudem wurde mir für 24 Stunden ein Blutdruck-Messgerät angelegt.

Ich hatte Angst,wollte zu meinem Partner und konnte die ganze Nacht nur weinen. Zu allem übel lag ich mutterseelenallein in einem Zimmer ohne Fernseher und draußen war alles grau und es gewitterte. Am nächsten Tag kam die Ärztin mit den Ergebnissen der letzten 24 Stunden. Sie sagte, mein Eiweißgehalt im Urin ist 6 mal so hoch, wie es sein sollte und mein Blutdruck viel zu hoch.

Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung, auch Präeklampsie genannt.

Da ich zu dem Zeitpunkt in einer Klinik ohne spezialisierte Kinderärzte lag und sie nicht wussten wie lange die Schwangerschaft noch erhalten werden konnte, wurde ich mit dem Krankenwagen in ein anderes Krankenhaus mit Frühchenstation verlegt. Wieder flossen unendlich viele Tränen und mir ging es von Tag zu Tag schlechter. Meinem Sohn ging es währenddessen aber zum Glück gut. Ich fühlte mich, es ist sehr schwer zu beschreiben, nicht richtig anwesend. Fühlte mich wie betrunken und ja einfach komisch. Sah oft alles verschwommen und war immer sehr müde.

Jeden Tag wurde Blut abgenommen, mehrfach Blutdruck gemessen, Ctg gemacht und vieles mehr. Ich wollte so lange wie möglich durchhalten, aber genau 1 Monat vor eigentlichem Geburtstermin konnte ich nicht mehr. Die Ärzte entschieden, dass länger zu warten, zu gefährlich wäre, da meine Organe angefangen haben zu versagen.

Durch den viel zu hohen Blutdruck war eine natürliche Geburt leider nicht möglich. Es wurde also am 13.08.2013 ein Kaiserschnitt gemacht. Mein Partner war ab dem 12.08 bei mir in einem Familienzimmer und ich sooo unendlich dankbar darüber.

Am Tag des Kaiserschnittes waren wir sehr aufgeregt. Als ich auf dem Tisch lag, mein Partner meine Hand hielt, sollte ich eigentlich voller Vorfreude sein, aber ich war immer wieder am einschlafen, da ich einfach zu erschöpft war und mein Körper keine Kraft mehr hatte.

Nach wenigen Minuten durften wir den für uns schönsten Schrei der Welt hören 🙂 Sie legten mir meinen Sohn auf die Brust und es war unbeschreiblich schön. Das erste was ich sagte war „der hat ja süße Locken“ 😀

Er war, er ist perfekt.

Die Ärzte untersuchten ihn und obwohl es 1 Monat zu früh war, wog er schon 3040g, war 49cm groß und hatte einen Kopfumfang von 34cm. Es ging ihm super und er war sofort fit. Somit musste er nicht auf die Frühchen-Station sondern durfte mit uns aufs Zimmer 🙂

Mir ging es direkt nach der Geburt schon viel besser. Naja, bis die Schmerzen vom Kaiserschnitt kamen :-/ Ich dachte,ich könnte nie wieder laufen. Mein Partner kümmerte sich in erste Linie um unseren Sohn, wofür ich ihm heute noch dankbar bin.

Nach 4 Tagen konnte ich endlich wieder laufen und meinen Sohn zum ersten Mal wickeln 🙂
Nach 6 Tagen durften wir nachhause und wir waren alle so erleichtert und überglücklich.

Den hohen Blutdruck habe ich auch noch heute und muss Medikamente nehmen, aber das bekommen wir auch noch in den Griff. Ich bin im nachhinein sehr froh, dass alles so „glimpflich“ ablief, denn es hätte auch ganz anders laufen können.

So, dass war nun mein persönlicher Geburtsbericht und ich bedanke mich bei allen für’s Lesen.
Habt Ihr auch Erfahrungen mit Schwangerschaftsvergiftung?

Bis bald 🙂

P.S.: Wenn Ihr Mausis und Nicoles Geburtstbericht lesen möchtet,
dann schaut gerne mal „HIER“.

About Sarah

27, Jahre alt und Mama eines 4 jährigen Sohnes. Bunt gemischte Themen über alles was mit Kindern zu tun hat, oder was ihr sonst noch so einfällt.

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