Erziehung in unserem Alltag – Vorwort + Teil 1; Der fiktive Tag – so könnte er aussehen!

Nachdem ich “HIER” unseren persönlichen Erziehungsweg vorgestellt habe, war das Interesse daran wirklich viel größer als ich dachte. Des Öfteren wurde ich gefragt, wie das bei uns denn so läuft. Deshalb habe ich mich nun dazu entschlossen, Euch ein wenig an unserem persönlichen Weg teilhaben zu lassen. Es sei aber gleich gesagt: ich möchte hier keinen Erziehungsratgeber oder so etwas schreiben. Dafür bin ich nicht qualifiziert. Es sind lediglich Situationen und Momente in unserem Leben und ich zeige Euch, wie ich, wenn es Probleme gibt, versuche sie zu lösen. Jede Familie ist anders und was bei uns klappt, muss bei anderen Familien so nicht unbedingt auch passen.

Da ich das alles nicht in einen Beitrag packen kann, werde ich eine kleine Reihe daraus machen. Ich schildere Euch zu Beginn, in diesem Beitrag, einen Tag bei uns (einen Tag, an dem Mausi in den Kindergarten gehen möchte). Viele kennen es. Man steht morgens auf, muss sich fertig machen für den Kindergarten, dann folgt der Weg dorthin, das Verabschieden im Kindergarten, später wieder abholen usw. Schon in dieser  Zeitspanne können einige Situationen auftauchen die schwierig sind. Etwa wenn das Kind sich nicht anziehen will, der Abschied im Kindergarten schwer fällt etc. Ich werde Euch erzählen wie ich dann reagieren würde.

Ganz wichtig: der Tag, von dem ich Euch erzähle, ist nicht wirklich ein realer Tag, sondern ein Tag den ich erfunden, bzw. zusammen gestückelt habe. Er beinhaltet bewusst Situationen die ich in späteren Beiträgen näher erklären möchte. Es sind verschiedene Momente die wir wirklich so erlebt haben, zusammengepackt in einen einzigen Tag. Denn nicht jeder Tag ist gleich. Es gibt Tage, da läuft alles wie am Schnürchen, andere Tage wieder kosten uns alle nerven. Nur es bringt Euch ja nichts, wenn ich von einem Sonnenscheintag erzähle, lach. Ich betone das jetzt extra nochmal, damit Ihr nicht denkt dass das bei uns immer so ist. Nein, ist es wirklich nicht. Die Kindergartensituationen sind so wie beschrieben z.B. fast gar nicht mehr. Die waren während der Eingewöhnung aktuell und kommen heute nur noch ab und zu vor, wenn Mausi längere Zeit nicht dort war.

In diesem fiktiven Tag, werde ich alle Situationen die ich später in den Beiträgen erläutern möchte, farbig (rot) markieren und sie nach und nach (wenn sie veröffentlicht wurden) verlinken. So kann man später, wenn die Reihe beendet ist, und etwas spezielles sucht, immer wieder hier auf diesen Beitrag zurück kommen und sich das entsprechende Thema raussuchen. Es wird insgesamt 10 Teile geben (wenn es gut läuft und ihr später noch fragen zu bestimmten Situationen habt, kann ich gerne dazu auch nochmal was schreiben).

Im ersten Teil (Der fiktive Tag – so könnte er aussehen!) gibt es noch keine Erklärungen wie ich mit bestimmten Situationen umgehe, ich erzähle ihn nur. Lasst Euch überraschen wie es weitergeht :-). Ich habe jetzt keinen festen Tag für diese Beiträge geplant. Immer wenn es gerade zeitlich passt wird ein neuer erscheinen. Hoffentlich dauert es nicht Jahre bis ich alle zusammen habe :-DDD. Teil 2 kommt aber schon in Kürze.

Ich hoffe, ich bekomme das alles so hin wie ich mir das jetzt im Moment vorstelle, grins. Wenn nicht, auch egal, ein bisschen wird man schon erkennen können wie unser persönlicher (Erziehungs-)Weg im Alltag läuft.

Eine Bitte habe ich aber noch: ich freue mich natürlich immer über Kommentare, aber bitte bleibt fair! Vielleicht würdet Ihr in manchen Situationen anders reagieren, dann könnt ihr mir das gerne erzählen, aber Beschimpfungen und ähnliches möchte ich auf meinem Blog nicht haben. Solche Kommentare behalte ich mir auch vor, erst gar nicht zu veröffentlichen, denn ich finde sowas muss einfach nicht sein. Jeder geht seinen eigenen Weg. Vielleicht finde ich Euren Weg auch nicht so gut, aber niemals würde ich Euch deshalb angreifen.

Aber jetzt genug geschrieben, ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieser Blogreihe :-).

Teil 1;

Erziehungsstil

Es ist 07:40 Uhr und der Wecker klingelt. Da die Nacht etwas unruhig war (waren ein paar Mal wach), sind wir nicht ganz so ausgeschlafen wie es sein sollte. Das merkt man bereits kurz nach dem Aufstehen. Wir sind unentspannt und es läuft nicht ganz so wie wir das gerne hätten. Zuerst gehts ab ins Bad zum Waschen und Zähne putzen (Teil 2). Mausi hat dazu überhaupt keine Lust und es dauert einige Zeit bis wir es geschafft haben.

Dann gehts ans Anziehen, aber auch da hakt es. Mausi möchte sich erst gar nicht anziehen und dann gefallen ihr die Sachen nicht die ich ausgesucht habe. Diese Hürde gilt es also auch zu meistern, aber das schaffen wir (Kind will sich nicht anziehen, Teil 3). Da frühstücken nach dem Aufstehen weder Mausi noch meine Sache ist, snacken wir nur was kleines und schon gehts in den Kindergarten. Mausi frühstückt immer dort und isst auch zu Mittag im Kindergarten.

Wir wohnen an einer viel befahrenen Straße, deshalb bleibt Mausi entweder an meiner Seite, oder geht an meiner Hand (Kinder im Straßenverkehr, Teil 4).

Am Auto angekommen. Mausi möchte erst nicht einsteigen und anschnallen ist sowieso blöd (Ich will nicht Autofahren und Anschnallen erlaube ich nicht, Teil 5). Geschafft, jetzt schnell in den Kindergarten, wir sind eh schon spät dran.

Im Kindergarten wird umgezogen, dann ist Treffpunkt im Gruppenraum. Aber ach Du Schreck, die Bezugserzieherin ist (noch) nicht da. Mausi möchte nicht das ich heimgehe (Trennungsschmerz im Kindergarten, Teil 6). Sie krallt sich an meiner Hose fest und hat Tränen in den Augen. Keine leichte Situation, aber irgendwie müssen wir das ja hinbekommen. Wir schaffen es. Ich fahre wieder nach Hause, erledige meinen Haushalt, arbeite ein bisschen am Blog, oder schaue bei Twitter und Facebook vorbei.

Um 13:30 Uhr fahre ich wieder zum Kindergarten um Mausi abzuholen. Es ist schönes Wetter und alle sind im Garten. Mausi sieht mich, dreht auf dem Absatz um und versteckt sich. Sie möchte noch im Kindergarten bleiben (Ich will noch nicht heim, Teil 7) und ich gerate schon ins Schwitzen, weil ich mir jetzt was einfallen lassen muss, wie ich sie möglichst ohne Tränen dazu bewegen kann nach Hause zu gehen.

Zuhause angekommen ruhen wir uns erstmal aus und essen etwas. Das heißt, ich dachte mir das wir nun was essen, aber Mausi gefällt es nicht was ich auftische (Schmeckt mir nicht, Teil 8). Nach dem Essen wird gespielt, was erst wirklich sehr schön ist, aber dann möchte Mausi puzzeln, was ich überhaupt nicht leiden kann und sie fängt an zu meckern (Trotzanfall, Teil 9).

Die Zeit vergeht wie im Fluge und schon ist es wieder Zeit um ins Heiabettchen zu gehen. Ab ins Bad, wieder waschen und Zähne putzen. Bettfertig machen und schlafen. Stopp, da war doch was! “Mama, ich habe noch Durst”, “Mama, kann ich noch was essen?”, “Schlafen ist doof!” (Ich will noch nicht schlafen, Teil 10). Ich bin mittlerweile auch schon ziemlich platt, aber da Mausi ja morgen wieder in den Kindergarten möchte, müssen wir auch das noch zusammen hinbekommen. Im Bett lesen wir dann noch, kuscheln und ich singe Gute-Nacht-Lieder bis Mausi einschläft.

Es war ein harter Tag für uns beide, aber wir haben ihn gut gemeistert :-).

Ende Teil 1 – im nächsten Teil erzähle ich Euch dann wie ich mich verhalte
wenn waschen, oder Zähne putzen gerade nicht erwünscht ist.

About Nicole

Baujahr 1975, Mama von Mausi (09/13), altmodisch im Denken (eckt deshalb häufig an, steht aber dazu), liebt Landleben/hasst Städte, Leben&Leben lassen ;-). Ich schreibe bei LiNiChri über alles was mit Kindern zu tun hat, aber auch ein bisschen über meine Angsterkrankung und HSP.

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