Blogparade – Mein Mann, seine Arbeit und ich – 22.08.2017

Eigentlich stecken wir gerade mitten im Umzug. Bald geht es los und wir wohnen endlich in unserer neuen Traumwohnung. Aber heute ist etwas Zeit und ich mache bei der Blogparade von Bejewly mit. Das Thema ist „Mein Mann, seine Karriere und ich“.

Blogparade: Mein Mann, seine Arbeit und ich

Als ich meinen Mann kennenlernte war ich gerade in einem Kurs der Arbeitsagentur. Schon längere Zeit war ich verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Arbeit. Ich bin gelernte Bürokauffrau, aber davon gibt es heutzutage einfach zu viele und eine Arbeit zu finden ist eine Kunst. Zwar fand ich immer kurzfristig etwas, aber da ich die Ausbildung im Zuge eine Umschulung machte, fehlte mir die nötige Berufserfahrung. Noch dazu absolvierte ich das letzte halbe Jahr der Umschulung gar nicht mehr im Handel, sondern in einem Callcenter (andere Firma meldete Insolvenz an und ich musste wechseln) und hatte gar nichts mehr mit Kauffrau zu tun.

Dann wurde ich erst mal krank (Thrombose) und es stand nicht mehr zur Debatte.  Nach der Krankheit zog ich zu Herrn G und suchte dort weiter. Ich fand eine Stelle die mir wirklich gefiel (Und das wollte schon was heißen, da ich meinen erlernten Beruf eigentlich gar nicht mag. Ich wollte immer was anderes lernen, konnte es aber wegen meiner Behinderung nicht, es blieb nur Büroarbeit). Tja, leider fiel den Herrschaften dort ein das sie ja eigentlich gar keine reine Bürokauffrau suchen, sondern jemand der sich auch mit Steuerwesen auskennt…absolut nicht mein Wissensgebiet. Ich durfte gerade mal eine Woche dort arbeiten, dann wars das wieder. Ziemlich frustriert saß ich bei Herrn G und er meinte ich solle mich erst mal nicht mehr verrückt machen.

Herr G ist Zimmerer und sein Gehalt reichte für uns beide. Daher ließ ich die Arbeitssuche etwas lockerer angehen. Was aber in dieser Zeit ein immer größeres Thema wurde, war unserer gemeinsamer Kinderwunsch. Da ich wegen der vorherigen Thrombose die Pille nicht mehr nehmen durfte, führten wir ein sehr langes Gespräch wie es weitergehen soll und waren beide der Überzeugung das es soweit ist…wir wollen ein gemeinsames Kind.

Da ich aber nicht glaubte das es so schnell geht, bewarb ich mich auch weiterhin. Im zweiten Übungszyklus war es aber schon soweit…Mausi sagte Hallo zu uns :-). Wir waren total überrascht und freuten uns riesig. Damit war erst mal klar, während der Schwangerschaft wird keine Arbeit gesucht. Wir heirateten und Mausi kam zu uns.

Eigentlich wollte ich, wenn Mausi etwas älter ist, wieder für ein paar Stunden arbeiten gehen. Einfach nur um die Haushaltskasse etwas aufzufüllen. Klar reicht das Gehalt meines Mannes immer noch für uns drei, aber ein kleiner Bonus schadet ja nie. Leider kam dann aber kurz nach Mausis Geburt meine Angststörung zurück und unsere Planung war wieder im Eimer. Jetzt hatte ich  damit zu tun wieder auf die Beine zu kommen.

Mittlerweile wird Mausi bald vier. Mir geht es besser, aber noch nicht ganz so das ich mir einen festen Job vorstellen kann. Herr G steht voll hinter mir und sagt ich soll mir die Zeit nehmen die ich brauche. Auf keinem Fall hetzen, nicht dass der Mist von vorne losgeht.

 

Hausfrau und Mutter und dann?

Jetzt bin ich also seit knapp vier Jahren Hausfrau und Mutter. Ob mir etwas fehlt? Nein, absolut nicht. Ich finde es sehr schön voll für meine Mausi da sein zu können. Es ist toll zu beobachten welche Fortschritte Mausi macht. Alles live mitzuerleben, sie zu unterstützen. Wenn Mausi wieder in den Kindergarten geht (warum derzeit nicht mehr könnt Ihr „HIER“ nachlesen), erledige ich morgens meine Hausarbeit und bin mittags für sie da. Eigentlich fehlt mir nichts, die Rolle als Hausfrau und Mutter füllt mich sehr aus und macht mich glücklich, aber wie ich bereits schrieb, ein kleiner Bonus in der Haushaltskasse schadet ja nie. Vielleicht möchte man ja auch mal in den Urlaub fahren und Mausi wird ja auch älter und braucht andere Dinge, da würde es dann schon knapp werden.

Was ist als nächstes geplant? So genau kann ich diese Frage nicht beantworten. Fakt ist, dass ich wieder arbeiten möchte, aber wann das sein wird kann ich noch nicht sagen und das ist ok so. Ich habe schon soviel erreicht in den letzten drei Jahren in Bezug auf die Angsterkrankung, da schaffe ich den letzten Rest auch noch. Aber mit bedacht. Ich bin sehr froh das ich die Möglichkeit habe es in Ruhe anzugehen. Das würde nicht gehen wenn Herr G es mir nicht ermöglichen würde. Es ist wirklich Gold wert einen Mann an seiner Seite zu haben der vollstes Verständnis für die Situation hat und einen nicht drängt.

Wie ist das denn bei Euch? Arbeitet Ihr bereits wieder,
oder seid auch Ihr Hausfrau und Mutter?

About Nicole

Baujahr 1975, Mama von Mausi (09/13), altmodisch im Denken (eckt deshalb häufig an, steht aber dazu), liebt Landleben/hasst Städte, Leben&Leben lassen ;-).

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